Was ein sportwissenschaftlicher Berater darf und wie du zu einem wirst

Die entsprechende Weiterbildung und daraus resultierende Anerkennung als sportwissenschaftlicher Berater kommt mit einer großen Verbreiterung deines möglichen Tätigkeitsrahmens innerhalb der allgemeinen Fitness- und Sportbranche daher. Anders als Fitnesstrainer im freien Gewerbe, bist du als sportwissenschaftlicher Berater gewerberechtlich dazu berechtigt, deinen Kunden als Berater, Coach, Counsellor und Betreuer gegenüberzustehen und ihnen auch und besonders auf individueller Basis weiterzuhelfen.

Dein mögliches Tätigkeitsfeld erstreckt sich dabei über ein weites Spektrum an verschiedenen Fachgebieten:

  • Bewegungswissenschaften
  • Sportbiomechanik
  • Sportjournalismus, Sportinformation sowie Wissenschaftsjournalismus
  • Sportpädagogik
  • Sportphysiologie

In allen diesen Feldern, wirst du deinen Kunden als Fachexperte gegenübertreten dürfen, was dich innerhalb der Fitnessbranche stark herausstechen lässt.
Damit du dich aber mit der wertvollen Bezeichnung schmücken darfst, gilt es zunächst deine Eignung als sportwissenschaftlicher Berater nachzuweisen. Als reglementiertes Gewerbe ist der Beruf des „Lebens- und Sozialberaters eingeschränkt auf die sportwissenschaftliche Beratung“, wie das Berufsfeld offiziell bezeichnet wird, nur auf eine von drei Wegen zu erreichen: Entweder durch ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaften, eine erfolgreich abgeschlossene Diplomtrainerausbildung bei der Österreichischen Sportorganisation oder durch eine individuelle Befähigung.

Gerade letzterer Weg ist besonders attraktiv für bereits tätige Fitnesstrainer, die sich zum sportwissenschaftlichen Berater weiterbilden möchten. Um die individuelle Befähigung zu erlangen, musst du im entsprechenden Fachbereich bei der Wirtschaftskammer Österreich nachweisen, dass dein Wissenstand den Anforderungen der begehrten Gewerbeberechtigung genügt.

Hierfür musst du einen Nachweis über besuchte Unterrichtseinheiten in den folgenden Teilgebieten der Sportwissenschaften bringen:

  • Biologische Grundlagen
  • Bewegungswissenschaften und Biomechanik
  • Bewegung und Gesundheit
  • Sportpädagogik und -didaktik
  • Sportpsychologie und -kommunikation
  • Sportsoziologie und -geschichte
  • Trainingswissenschaften
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • (Relevante) Praxisstunden

Wie viele Unterrichtseinheiten genau benötigt werden für eine individuelle Befähigung kann von Bundesland zu Bundesland variieren.

Du möchstest wissen, was dir für eine individuelle Befähigung zum sportwissenschaftlichen Berater fehlt?

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